Wolfgang Muthspiel Solo

Samstag, 19. Oktober 2024

Anna-Göldi-Museum, Ennenda

Bar 19.00 Uhr • Konzert 20.00 Uhr


Wolfgang Papst in der «NZZ am Sonntag»: Der Gitarrist Wolfgang Muthspiel (*1965) entstammt einer musikalischen Familie aus der Steiermark: Sein Vater war Komponist und Chorleiter. Der Sohn wandte sich indes bald von der Geige ab und – wie sein drei Jahre älterer Bruder Christian – dem Jazz zu. Nach Studien in Graz und am Berklee College of Music in Boston lebte er von 1995 bis 2002 in den USA und wurde von dort aus zu einer festen Grösse in der internationalen Jazzszene. Seither lebt er in Wien, wo er sein eigenes Label Material Records betreibt; an der Musikhochschule Basel hat er zudem eine Professur.


Seit 2014 ist er bei ECM unter Vertrag. Sein fünftes Album für das Münchner Label ist das zweite, das er im Trio mit Scott Colley am Bass und Brian Blade am Schlagzeug eingespielt hat, und es besticht wie sein Vorgänger «Angular Blues» (2020) mit innigem, konzentriertem Kammerjazz. Dass Muthspiel und Blade traumwandlerisch sicher interagieren, verwundert nicht, spielen sie doch schon seit 1998 immer wieder zusammen; aber auch der «relative Neuling» Colley fügt sich nahtlos ins Ensemble.


Das zweiteilige, meditative Eingangsstück «Invocation» zählt mit dem «Folksong», der die unwiderstehliche Eingängigkeit mancher Keith-Jarrett-Kompositionen hat, zu den Glanzlichtern des Albums. Neben Muthspiels eigenen Stücken überzeugen auch eine nachdenkliche Improvisation, die in Bachs Choral «Oh Haupt voll Blut und Wunden» mündet, eine Variation über das «Liebeslied» von Weill/Brecht und eine weitere über Joni Mitchells «Amelia». Muthspiel, ein Mann von vielen Talenten, zeigt sich auf diesem Album vor allem als versonnener Klangpoet. (ECM 2772)

WOLFGANG MUTHSPIEL

Solo

Türöffnung 19.00 Uhr

Konzert 20.00 Uhr

Eintritt Fr. 30.– / 25.– / 15.–

Alle KFM-Konzerte werden erst möglich dank der Unterstützung durch:


JAZZ CLUB GLARUS

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