OUM

OUM

SA • 16. April 2021

Kunsthaus Glarus



Nach dem eher traditionell gehaltenen Vorgänger «Zarabi» wendet sich die marokkanische Sängerin Oum El Ghait Beneesahraoui – die sich dankenswerterweise kurz Oum nennt – auf ihrem dritten Album wieder der Moderne zu, allerdings ohne sich in zeitgeistigen Soundspielereien zu verlieren: Da werden unter anderem auf sehr organische Weise orientalische Melodik und nordafrikanische Rhythmik mit jazzigen Bläsereinwürfen und einer dunklen, von Dub, Soul, Electro und Triphop beeinflussten Soundästhetik kombiniert.


Inmitten dieses sparsam und luftig ausgestatteten Klangraums, in dem die arabische Kurzhalslaute Oud gleichberechtigt neben Kontrabass, Saxophon, Trompete und Keyboards steht, steht Oums mit lichter, biegsamer Stimme gesungene Poesie: Die arabischen  Texte erzählen von dem, was in Nordafrika eher Mangelware ist (Bäume und blühende Gärten), genauso wie vom Verwurzeltsein in der Heimat und den heimatlosen Flüchtlingen. Heraus kommt dabei eine Musik, die Erhabenheit und eine ruhige Kraft ausstrahlt, die exotisch und eigenwillig klingt, aber auch für westliche Ohren zugänglich bleibt. Bezaubernd!


Barbetrieb ab 19.30 Uhr • Konzert 20.20 Uhr

Eintritt Fr. 30.– / 25.– • Ticketvorverkauf noch nicht eröffnet

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